Haltung

image002.jpgWahrscheinlich ist heute unter den gängigen Nutztierarten vom arteigenen Verhalten der Schweine das meiste Wissen verlorengegangen. Schweine auf der Weide sind heute weitgehend verschwunden und unter den intensiven Haltungsbedingungen sind sehr charakteristische Verhaltensweisen wie Wühlen, Nestbau oder Suhlen nicht mehr möglich. Die starke Modernisierung in der Landwirtschaft und der maßlose Fleischkonsum unserer Gesellschaft bringt eine drastische Verarmung des Lebensraumes für die Schweine mit sich. Durch die negativen Haltungsbedingungen wie Reizarmut, sozialer Stress, zu hohe Besatzdichten wird das Immunsystem des Einzeltieres geschwächt. image004.jpgHierdurch und durch Mängel in der Fütterung können auch relativ harmlose Erreger zu Auslöser von Krankheiten werden. So wird ein starker Desinfektions- und Arzneimitteleinsatz notwendig. Viele Medikamente wie Antibiotika werden bereits mit dem Futter verabreicht, wodurch zunehmend Resistenzen bei den Erregern festzustellen sind.

Bei uns werden nur Schweine verwendet, die im Freilandgehege mit Unterstellhütten leben und somit ihren ureigensten Bedürfnissen und den dringend notwendigen Sozialkontakten nachgehen können. In der modernen Schweinehaltung sind bis zu fünf verschiedene Höfe (von der Geburt bis zu Schlachtung) beteiligt. Bei uns werden die Schweine auf dem Hof, in dem sie geboren werden, auch zur Schlachtreife gebracht. Sie leben in einem sehr engem Familienkontakt und werden nicht –wie üblich- mit acht bis neun Monaten geschlachtet, sondern erst mit 1,5 Jahren.

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