Philosophie

ferkel_17.4._045.jpgEine große Verdrängungsbereitschaft in unserer Gesellschaft und die Anonymität der sogenannten  „Tierproduktion“ machen es möglich, dass wir dem Tier durch die Intensiv- und Massentierhaltung seine elementarsten Grundbedürfnisse wie Licht, Luft, Bewegung und angemessenen Sozialkontakt nehmen. Wenn es darum geht  die heutige Intensivhaltung zu verteidigen, wird stets auf die Sonderstellung des Menschen in der Natur verwiesen. Diese gestattet ihm, die Natur für seine Zwecke nach eigenen Gutdünken zu nutzen -  „Erlaubt ist, was rentabel ist“.

Worin besteht die Besonderheit des Menschen, die ihn dazu berechtigt diese Sonderstellung im Reich der Natur einzunehmen? Doch wohl darin, dass er ein einsichtsfähiges, seiner selbst bewusstes und damit moralfähiges Wesen ist. Nur der Mensch ist in der Lage in seinem Tun nicht nur die eigenen Interessen, sondern auch die der Anderen zu berücksichtigen. Auf dieser Fähigkeit zu Moral und ethischer Abwägung beruht die einzigartige Stellung des Menschen in der Natur. Man sollte sich aber auf sie nur berufen, wenn man ihr auch gerecht wird.

ferkel_suhlend.jpg Und gerecht werden wir ihr erst dann, wenn wir auch unsere vielfältigen Interessen an der Haltung und Nutzung den Bedürfnissen des Tieres anpassen. Das Recht, Tiere zu nutzen und zu töten, dürfen wir uns nur nehmen wenn wir auch der Pflicht zur Fürsorge nachkommen. PRIMA PORCA versucht, diese Balance zwischen Nutzung von Leben und Achtung des Lebens wiederzufinden, die man in der Landwirtschaft früherer Zeiten noch vorfand. Dies ist eine Besinnung darauf was wir Menschen den Tieren, von denen wir leben, schuldig sind. Nur wenn wir bereit sind, auftretende Mehrkosten durch höhere Preise mitzutragen, wird sich für die Tiere etwas ändern. In einer Wohlstandsgesellschaft wie der unsrigen ist das weniger eine Frage des Einkommens als vielmehr eine Frage der Einstellung.
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